Das Wichtigste rund um Planung, Anschaffung und Finanzierung von Photovoltaikanlagen
Der aktuelle Nahostkonflikt wird absehbar für höhere Energiepreise sorgen. Das führt dazu, dass sich private Haushalte zunehmend mit steigenden Heizkosten, aber auch mit der Abhängigkeit vom eigenen Stromversorger beschäftigen. „Der richtige Schritt, um langfristig Energie zu sparen und sich unabhängiger vom Stromanbieter zu machen, ist die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sagt Dirk Mobers Energieberater bei der Verbraucherzentrale NRW in Lennestadt. „Ein weiteres Argument: Der aktuelle Referentenentwurf zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sieht ab Anfang 2027 vor, die Einspeisevergütung für kleine Photovoltaik-Anlagen bis 25 Kilowattpeak vollständig zu streichen. Damit rückt der Eigenverbrauch als zentraler Wirtschaftlichkeitsfaktor noch stärker in den Fokus.“ Besonders wichtig bei Planung und Finanzierung: Angebote vergleichen und auf Qualität, Leistung sowie Vertragsbedingungen schauen. Dazu hat die Verbraucherzentrale NRW drei Tipps zusammengestellt.
Im ersten Schritt ist zu klären, ob das Dach ausreichend Fläche hat, wenig verschattet ist und gut zur Sonne ausgerichtet ist – idealerweise südlich, aber auch Ost- oder Westdächer sind sinnvoll. Von Bedeutung ist auch, ob Statik und Dachdeckung geeignet sind. Im zweiten Schritt ist festzulegen, welche Anforderungen die Photovoltaikanlage erfüllen soll. Wie groß soll die Anlage werden? Wie viel Strom soll sie erzeugen? Welche Zusatzkomponenten wie Batteriespeicher, Wall Box oder Energiemanagementsystem sind angedacht? Dabei sollte man nicht nur den aktuellen Stromverbrauch berücksichtigen, sondern auch bedenken, ob man zukünftig eine Wärmepumpe betreiben möchte oder Solarstrom für die Ladung des eigenen E-Autos benötigt. Hauseigentümer:innen sollten dazu Angebote von Fachbetrieben einholen, die vor Ort eine Besichtigung durchführen und alle Komponenten (Solarmodule, Wechselrichter, Speicher) aufeinander abstimmen. Optimal ist es, wenn der PV-Installateur in der Nähe angesiedelt ist und Referenzen in der Region vorweisen kann.
Eine grundlegende Entscheidung ist, ob man die Anlage kaufen oder mieten/pachten will. Während beim Kauf die Investitionskosten anfänglich höher sind, sind Miet- oder Pachtmodelle oft weniger wirtschaftlich über die gesamte Laufzeit. Bei Mietverträgen sollten Hauseigentümer:innen auf die Laufzeiten, mögliche Kostensteigerungen, eingeschränkte Flexibilität (z. B. bei Hausverkauf) und Vertragsdetails wie Wartung und Versicherung achten. Bei Kaufangeboten sollte man Finanzierung und Zinsrisiken im Blick haben sowie Versicherungs- und Wartungskosten einkalkulieren.
Am 19.05.2026 findet um 17:30 Uhr ein Vortrag „Sonnenenergie Nutzen – Solarstrom und Batteriespeicher“ der VHS-Olpe statt. Der Online-Vortrag von Dirk Mobers, Energieberater der Verbraucherzentrale Lennestadt, erklärt, wie Strom aus der Sonne funktioniert, für wen eine Anlage geeignet ist, wie eine Anlage dimensioniert werden sollte und welche Rahmenbedingungen zu beachten sind. Anmeldung über die VHS Olpe unterwww.vhs-kreis-olpe.de.
Link zur Anmeldung: https://www.vhs-kreis-olpe.de/kurssuche/kurs/Sonnenenergie-nutzen-Solarstrom-und-Batteriespeicher/261-100048
Weiterführende Informationen:
Informationen zur Planung von PV-Anlagen:
verbraucherzentrale.nrw/node/5574
Der Ratgeber „Photovoltaik“ kann hier bestellt werden:
https://shop.verbraucherzentrale.de/rubriken/alle-titel-von-a-z/ratgeber-photovoltaik/9783863364274
Aktuelle Veranstaltungen rund um das Thema Energie unter:
verbraucherzentrale.nrw/e-veranstaltungen
Für weitere Informationen
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Verbraucherzentrale NRW e.V.
Dirk Mobers | Energieberater
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