Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Olpe stand jetzt im Mittelpunkt der Hauptverwaltungsbeamten-Konferenz. Hinter diesem sperrigen Begriff steckt das regelmäßige Treffen der Bürgermeister der sieben Städte und Gemeinden und des Landrats.
Sicherheit ist dabei oft ein Thema, diesmal aber gab es einen bestimmten Grund, es besonders in den Fokus zu rücken: Die Bundesregierung und die Länder haben alle Kreise, Städte und Gemeinden in Deutschland aufgefordert, noch intensiver als bisher Vorsorge für Krisen, Katastrophen und auch für den Fall einer militärischen Auseinandersetzung zu treffen. Die Behörden in NRW haben dazu Arbeitsanweisungen des NRW-Innenministeriums erhalten, die nun umgesetzt werden.
„Wir – Städte, Gemeinden und Kreis – bereiten uns vor. Das hat nichts mit Panikmache zu tun, sondern es ist schlicht unser Auftrag als Behörden: Wir müssen in jeder denkbaren Lage die Bevölkerung bestmöglich schützen und die Arbeitsfähigkeit der Verwaltungen erhalten“, stellt Landrat Theo Melcher klar.
Der Kreis Olpe verfügt über professionell aufgestellte Verwaltungen und ein starkes Netz an Ehrenamtlichen in Feuerwehren und Hilfsorganisationen, die rund um die Uhr einsatzbereit sind.
Doch auch wenn der Kreis Olpe der kleinste Kreis in NRW ist: Bei einem echten Notfall können die Rettungskräfte unmöglich überall sofort helfen. Daher ist es unerlässlich, dass die Bürgerinnen und Bürger sich auch selbst helfen können.
„Es geht darum, im vernünftigen Rahmen für Notfälle vorzusorgen. Ein paar wichtige Dinge im Haus zu haben hilft immer – egal, ob man wegen einer Überschwemmung nicht zum Einkaufen kommt, wegen eines Stromausfalls die Geldautomaten nicht funktionieren, eine Pandemie einen Lockdown verursacht oder man schlicht wegen eines gebrochenen Beins ein paar Wochen das Haus hütet. Wer in einer solchen Lage haltbare Lebensmittel, Wasserflaschen, Kerzen und ein Batterie-Radio besitzt, kann die Dinge viel ruhiger auf sich zukommen lassen.“
Die Bürgermeister und der Landrat appellieren deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, sich mit dem Thema Krisenvorsorge zu beschäftigen: „Wir als Verwaltungen bereiten uns vor. Bitte tun auch Sie Ihren Teil und treffen Sie im vernünftigen Rahmen ein paar einfache Vorsorgemaßnahmen. Damit leisten Sie einen unschätzbaren Beitrag für die Sicherheit aller und können der nächsten Krise mit Ruhe und Zuversicht begegnen.“
Praktische, leicht umsetzbare Tipps gibt es vom NRW-Innenministerium sowie vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Beide Broschüren stehen u.a. auf www.kreis-olpe.de/Themen/Krisenvorsorge/zum Herunterladen zur Verfügung.