Art des Denkmals: Baudenkmal
Tag der Eintragung: 11.09.2001
Tag der fortgeschriebenen Eintragung: 11.01.2021
Anschrift: Gerberstraße 14, Drolshagen
Heutiger Sachstand
Bei dem Gebäude handelt es sich um einen zweigeschossigen Bruchsteinbau mit Dachwerk des 19. Jahrhunderts, der zumindest mit seinem tonnengewölbten Raum im hinteren Bereich des Erdgeschosses noch weit in die Zeit vor dem Stadtbrand im Jahre 1838 zurückreicht. Mit der Fortschreibung der Denkmalliste wurde der Denkmalwert auf den Gewölbekeller mit seinem Türstein oberhalb seines gebäudeinneren Eingangsbereiches reduziert. Der Aufwand für eine denkmalgerechte Instandsetzung des sonstigen Gebäudes stand außer Verhältnis.
Bisherige Betrachtung
Das zum Teilabriss stehende Gebäude stellt eines der wenigen baulichen Zeugnisse der bürgerlichen Sphäre aus der Zeit vor dem Stadtbrand dar.
Das Objekt mit seinen heute weitgehend durch neuzeitliche Wandverkleidungen verdeckten Baustrukturen verspricht wesentliche Aufschlüsse über die Bau- und Lebensweise des 18. Jahrhunderts.
Hinzu kommt die Bedeutung des Gebäudes für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse in Drolshagen, denn es war im ausgehenden 19. Jahrhundert sowohl Wohn- als auch Fabrikgebäude.
Die Firma Schwarte begann in seinen Räumlichkeiten im Jahre 1874 ihre Fitschenschmiederei. Diese Firma ist der einzige Industriebetrieb aus dem 19. Jahrhundert, der noch in Drolshagen ansässig ist.
Das Haus ist deshalb ein Zeugnis und Beispiel für die soziale Veränderung der Bevölkerung vom Kleinbauern zum Handwerker bis hin zur industriellen Produktion.