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Klimaschutzmanagement und integriertes Klimaschutzkonzept

Um kommunalen Klimaschutz in Drolshagen effizient und erfolgreich anzugehen, hat die Stadtverordnetenversammlung am 01.07.2021 einstimmig dem Vorschlag der Stadtverwaltung zugestimmt, einen Förderantrag für den Aufbau eines Klimaschutzmanagements und die Ersterstellung eines Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Drolshagen über die Nationale Klimaschutzinitiative zu stellen. Dieser wurde bewilligt und die vorerst für zwei Jahre geförderte Personalstelle im September 2022 besetzt.

Ziel ist es, Klimaschutzaspekte zunehmend in die Verwaltungsabläufe in der Drolshagener Stadtverwaltung zu integrieren. Die Aufgaben der Klimaschutzmanagerin sind:

die Erstellung des Klimaschutzkonzepts durch

  • die Koordination aller wichtigen Aufgaben innerhalb der Verwaltung, mit verwaltungsexternen Akteuren und externen Dienstleistern,
  • das Informieren über die Erstellung und Umsetzung des Klimaschutzkonzepts,
  • die Initiierung von Prozessen und Projekten für die übergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung wichtiger Akteure

die Unterstützung und Initiierung der Umsetzung des Gesamtkonzeptes und einzelner Klimaschutzmaßnahmen durch

  • Öffentlichkeitsarbeit,
  • Moderation,
  • Sensibilisierung,
  • Mobilisierung und
  • Management


Integriertes Klimaschutzkonzept

Wie steht es um den Klimaschutz in der Stadt Drolshagen? Welche Menge an Treibhausgasen emittieren welche Sektoren im Stadtgebiet? Wo gibt es Einsparpotentiale?

Um diese Fragen zu beantworten, hat die Stadt Drolshagen eine Klimaschutzmanagerin eingestellt. Seit September 2022 ist Nora Bucher (Tel.: 0 27 61 / 970-164, E-Mail: n.bucher@drolshagen.de) für die Planung und Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Drolshagen zuständig. Ziel dieses Konzeptes ist es, eine Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzaktivitäten der Stadt Drolshagen zu schaffen und Klimaschutz als Querschnittsaufgabe nachhaltig in der Kommune zu verankern. Es werden die technischen und wirtschaftlichen Potenziale zur Treibhausgas-Minderung im Stadtgebiet untersucht und kurz-, mittel- und langfristige Ziele und Maßnahmen zur Senkungen festgelegt.

Konkret heißt das: Für das Konzept werden neben einer Status quo-Analyse zu Drolshagens Klimaschutz eine Energie- und Treibhausgas-Bilanz aller klimarelevanten Bereichen und eine ausführliche Untersuchung von Einsparpotenzialen durchgeführt. Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Daher wird in einem partizipativen Prozess herausgearbeitet, welche Maßnahmen für erfolgreichen Klimaschutz vor Ort besonders geeignet sind. An diesem Prozess werden Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung, Politik, Unternehmen, Handwerkskammern, Landwirtschaft, Vereine, Schulen und alle weiteren klimarelevanten Akteurinnen und Akteure beteiligt. Die Erarbeitung von Verstetigungs-, Controlling- und Kommunikationsstrategien soll die erfolgreiche Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen sicherstellen.

Über den Fortschritt der Konzepterstellung wird in öffentlichen Veranstaltungen informiert.

Förderung:

Für die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes und Umsetzung erster Maßnahmen wird die Stelle für zwei Jahre vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI), aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, gefördert.

Vorhaben: KSI: Aufbau eines Klimaschutzmanagements und Ersterstellung eines Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Drolshagen

Laufzeit: 12.09.2022 bis 11.09.2024

Förderkennzeichen: 67K18683

Projektträger: Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Weitere Information unter: www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie




Öffentliche Auftaktveranstaltung


ÖFFENTLICHE AUFTAKTVERANSTALTUNG AM 29.06.2023

Zunächst ist Bürgermeister Ulrich Berghof in einführenden Worten eindringlich auf den Klimawandel und unsere Rolle im Klimaschutz eingegangen. Nach einer Einleitung durch die Klimaschutzmanagerin der Stadt Drolshagen Nora Bucher, hat der „energielenker“ Christian Korte ausführlich zu den Themen Klimawandel, kommunaler Klimaschutz und Akteurs-Beteiligung berichtet. Nachfolgend teilen wir Ihnen die wichtigsten Informationen aus der Veranstaltung mit.

Wie betrifft uns der Klimawandel heute und in Zukunft?

Klimawandelfolgen finden sich vielfältig im globalen und regionalen Kontext. Nicht zuletzt wird heutzutage die Gefahr des Verlustes von CO2-Senken, die Treibhausgase aus der Atmosphäre ziehen und speichern, sowie die Erreichung globaler Klima-Kipppunkte zunehmend größer.

Konkrete Auswirkungen hat der Klimawandel bei uns vor Ort. Unter anderem bemerken wir bereits eine deutliche Erhöhung der durchschnittlichen Lufttemperatur und zunehmend mehr Starkwetter-Ereignisse in Drolshagen. Detaillierte Informationen zu den lokalen Auswirkungen gibt es auf der Homepage des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen unter: https://www.lanuv.nrw.de/klima/klimawandel-in-nrw/klimawandel-in-den-grosslandschaften-datenblaetter.

Was leistet kommunaler Klimaschutz?

Dafür gilt es erstmal zu klären: Wen und was umfasst die Kommune? Und wer kann dort Einfluss auf den Klimaschutz nehmen?

Die Treibhausgase, die in einem Stadtgebiet ausgestoßen werden, verteilen sich auf die folgenden Sektoren:

  • Verkehr
  • private Haushalte
  • Industrie
  • Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD)
  • kommunale Einrichtungen

Üblicherweise emittieren die Haushalte, die Industrie und der Verkehr prozentual jeweils die meisten Treibhausgase. Die genauen Zahlen für die Stadt Drolshagen sind derzeit in Erarbeitung (dazu unten mehr). Die Kommunalverwaltung hat einen direkten Einfluss auf ihre eigenen Einrichtungen, wo sie selbst Energie verbraucht und potenziell erzeugen kann. Die Verwaltung hat außerdem indirekten Einfluss auf den öffentlichen Nahverkehr, die öffentliche e-Ladeinfrastruktur, die Abfall- und Abwasserentsorgung und sie plant und reguliert im öffentlichen Raum (Flächennutzung, Bebauung und Verkehrsnetz). Hinsichtlich der Treibhausgasneutralität in den anderen Sektoren sind es die Privatpersonen sowie die Industrie- und GHD-Unternehmen, die im Klimaschutz aktiv sind. Dort kann eine Stadtverwaltung grundsätzlich

über Öffentlichkeitsarbeit informieren,

Akteure miteinander vernetzen,

beraten und

finanzielle Anreize schaffen.

Wie in Zukunft Gebäude geheizt (und gekühlt) werden, wie viel Energie verbraucht wird, wie und womit man mobil sein wird, was konsumiert und wie Energie dezentral und fossilfrei erzeugt wird – diese Entscheidungen liegen bei jeder und jedem Einzelnen in Drolshagen. Wo sie es kann, möchte die Stadtverwaltung in Zukunft unterstützen.

Wieso geht die Stadtverwaltung das Thema kommunalen Klimaschutzes mithilfe eines sogenannten integrierten Klimaschutzkonzeptes an?

Ein integriertes Klimaschutzkonzept einer Kommune umfasst in allen oben genannten Sektoren

die Datenerhebung und -analyse der Emissionen,

die Entwicklung von Klimaschutz-Maßnahmen und

die Umsetzungsvorbereitung der Maßnahmen.

Es dient also als „Fahrplan“, um die Treibhausgasemissionen im gesamten kommunalen Gebiet zukünftig deutlich zu senken.

Es gibt viele altbewährte sowie innovative Ansätze, um Energieerzeugung und -nutzung in Zukunft fossilfrei zu gestalten. Ob die klassischen Dach-Photovoltaik- und Windenergie-Anlagen, Ansätze des Agri- oder Parkplatz-Photovoltaiks, die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger, die energetische Gebäudesanierung oder technologische Entwicklungen in der Landwirtschaft – viele Wege führen in die Treibhausgasneutralität.

Wie werden die Bürgerinnen und Bürger beteiligt?

Wie geht es weiter?

Derzeit erarbeitet der externe Dienstleister energielenker projects die Energie- und Treibhausgas-Bilanz für das kommunale Gebiet Drolshagens und analysiert die Potenziale zur Senkung ebendieser Treibhausgasemissionen.

Darauf aufbauend soll es konkret darum gehen, wie Drolshagen die Treibhausgasneutralität bis 2045 erreichen kann. Auf Grundlage der ermittelten Daten, geht die Stadtverwaltung in den Prozess der aktiven Akteursbeteiligung – gemeinsam mit allen Betroffenen soll an Maßnahmen und Projekten im Klimaschutz überlegt werden. Voraussichtlich Ende August wird es dafür eine weitere Öffentlichkeitsveranstaltung geben, bei der die bisherigen Ergebnisse vorgestellt werden und aktiv Ideen aus der Bevölkerung eingebracht werden können. Sie sind alle herzlich eingeladen! Nähere Informationen gibt die Verwaltung natürlich rechtzeitig bekannt. Zudem soll es ab Herbst handlungsfelder-spezifische Workshops geben.

Was können Bürgerinnen und Bürger jetzt schon zum Klimaschutzkonzept beitragen?

Über das Beteiligungstool des Landes NRW hat die Stadtverwaltung bereits zwei Umfragen online geschaltet. Dort können alle Interessierten mitteilen, was sie als besonders prägend für die Stadt Drolshagen empfinden und wie sie der Klimawandel hier in Drolshagen bereits betrifft. Die Beteiligungen sind auf folgender Internetseite zu finden: https://beteiligung.nrw.de/portal/drolshagen/beteiligung/themen.



Öffentliche Zwischenveranstaltung


Öffentliche Zwischenpräsentation und Beteiligung am 24.08.2023

Zwischenveranstaltung zum Drolshagener Klimaschutzkonzept mit aktiver Bürgerbeteiligung

Am 24.08.2023 stellte die Stadtverwaltung im St. Clemens-Haus in Drolshagen den Zwischenstand zu dem sich derzeit in Erarbeitung befindenden integrierten Klimaschutzkonzept vor. In einer mehrstündigen Abendveranstaltung wurden die rund 30 anwesenden Bürgerinnen und Bürger zunächst über die Treibhausgasbilanz und Potenzialanalyse sowie über Möglichkeiten zu Energie sparen und Klimaschutz im Haushalt informiert. Im Anschluss wurden gemeinsam Ideen für Klimaschutzmaßnahmen in Drolshagen gesammelt und diskutiert.

Zum Hintergrund: Deutschland hat sich verpflichtet, bis spätestens 2045 treibhausgasneutral zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz über die Nationale Klimaschutzinitiative kommunale Klimaschutzkonzepte. So auch hier in Drolshagen. Noch bis Anfang 2024 erarbeitet die Stadtverwaltung mit den lokalen Akteuren ein gemeinsames Klimaschutzkonzept. Es soll dabei helfen, die Emissionen im Verkehr, den Haushalten und der Wirtschaft in Drolshagen zukünftig auf „Netto-Null“ zu senken. Ein großer Meilenstein ist nun geschafft: Die Treibhausgas-Bilanz und Potenzialanalyse liegen vor. Auf der Basis dieser Zahlen können Maßnahmen erarbeitet werden, die zur Treibhausgasneutralität Drolshagens bis spätestens 2045 führen. Sofern möglich, strebt die Stadt eine frühere Treibhausgasneutralität an.

Den Start des Abends übernahm Stefan Hoffmann von der Verbraucherzentrale NRW mit einem Impulsvortrag. Hierbei wurden die Gebäudehülle, die Heizungen und das Energiesparen im Haushalt genauer betrachtet. Dort bestehen große Potenziale, um Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren oder zu verhindern. Über die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem privaten Dach kann zudem jede und jeder Einzelne bei dem Aufbau einer klimafreundlichen dezentralen Energieerzeugung helfen.

Martin Schulze von Energielenker Projects GmbH stellte darauffolgend die konkreten Ergebnisse der durchgeführten Treibhausgas-Bilanzierung und Potenzialanalyse für Drolshagen vor. Bislang verfügt die Stadt Drolshagen noch über keine Windenergie- oder Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen. Hier gibt es daher besonders große Ausbaupotenziale. Auch die Drolshagener Dachflächen geben noch eine Menge her, um über Photovoltaik-Anlagen Strom weitestgehend treibhausgasneutral zu erzeugen.

Schlüsselfaktoren im hiesigen Klimaschutz werden der deutliche Ausbau erneuerbarer Energien und das Sanieren der Gebäude sein. Auch die Umstellung auf die Nutzung erneuerbarer oder erneuerbar erzeugter Energieträger im Wärmesektor und dem Verkehr spielen eine bedeutende Rolle, um die Klimaschutzziele in Drolshagen zu erreichen.

Anschließend an die Vorträge wurde gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern an konkreten Maßnahmen überlegt. Hierbei wurde deutlich, dass in der Bevölkerung bereits eine Menge Ideen vorliegen, deren Umsetzung die Energiewende gelingen lassen können. Diese wurden in die Handlungsfelder Energie, Stadtentwicklung, Mobilität, Klimabildung und Stadtverwaltung einsortiert und näher durchgesprochen.

Die Klimaschutzmanagerin der Stadt Drolshagen, Nora Bucher, bittet um weitere und rege Beteiligung über das digitale Beteiligungstool „Beteiligung NRW – Stadt Drolshagen“. In diesem können Bürgerinnen und Bürger noch bis zum 30.11.2023 ihre Ideen für Maßnahmen mitteilen, die sie in das Klimaschutzkonzept einfließen lassen möchten.

Über folgenden Link geht es zu der Beteiligung: https://beteiligung.nrw.de/portal/drolshagen/beteiligung/themen/1003398.



Ihre Beteiligung am Klimaschutzkonzept


Ihre Beteiligung am Klimaschutzkonzept

Digitale Beteiligung ermöglicht es, sich ganz bequem von zu Hause oder unterwegs aus am Drolshagener Klimaschutzkonzept zu beteiligen. Die Beiträge werden öffentlich dargestellt, können aber problemlos anonym abgegeben werden. Alle aktiven Umfragen finden Sie unter:

https://beteiligung.nrw.de/portal/drolshagen/startseite

Direkt-Links zu den derzeit aktiven Beteiligungsseiten:

Derzeit sind drei Umfragen aktiv. Auf der „Ideenkarte für das integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Drolshagen“ können Sie Ihre Ideen und Wünsche für Maßnahmen mitteilen, die Sie in das Klimaschutzkonzept einfließen lassen möchten. Die Umfrage „Das ist Drolshagen“ hat zum Ziel, eine Grundlage für die Erstellung des Klima-Leitbildes unserer Stadt zu erstellen. Unter „Klimawandel in Drolshagen“ können Sie uns mitteilen, wie Sie bereits in der Vergangenheit und heute durch die Folgen des Klimawandels betroffen sind.

„Ideenkarte für das integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Drolshagen“: https://beteiligung.nrw.de/portal/drolshagen/beteiligung/themen/1003398

„Das ist Drolshagen“: https://beteiligung.nrw.de/portal/drolshagen/beteiligung/themen/1003480

„Klimawandel in Drolshagen“: https://beteiligung.nrw.de/portal/drolshagen/beteiligung/themen/1003482