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Titelbild Bürgerservice
25.11.2021

Jahresbuch der Geschichtswerkstatt Drolshagen

Das Buch Nr. 8 der Geschichtswerkstatt des Heimatvereins Drolshagen ist erschienen

Damit sind zwischenzeitlich auf mehr als 1.150 Seiten Drolshagener Historie vor dem Vergessen bewahrt. Das ist auch eine der wesentlichen Aufgaben der Geschichtswerkstatt, Episoden aus der im kommenden Jahr 950-jährigen schriftlichen Überlieferung von Stadt und Land Drolshagen zu erforschen und zu Papier zu bringen.

Die im Nov. 2012 gegründete Geschichtswerkstatt, die zwischenzeitlich mehr als 30 Mitglieder hat, ist zu einer festen Institution im Heimatverein geworden und versteht sich als Sammelbecken geschichtsinteressierter Bürger, die nicht nur Licht in die regionale Vergangenheit bringen möchten sondern auch die zukünftige Gestaltung ihrer Heimat beeinflussen möchten. Man trifft sich alle zwei Monate, tauscht sich aus und bespricht anstehende Themen zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Region. 

Auch im zu Ende gehenden Jahr haben – trotz der pandemiebedingten Beschränkungen – die Mitglieder der Geschichtswerkstatt im Heimatverein für das Drolshagener Land fleißig geforscht, Archivmaterial gesichtet, Dokumente aufbereitet und dann ihre Ergebnisse in elf Bei­trägen für das neue Buch zusammengestellt.

Von vielen heiß erwartet, lesen wir hier den ersten Berichtsteil über die Rad- und Sei­fenkistenrennen in den 50-er und 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts, wunderbar zu­sammengetragen von Walter Meinerzhagen. Er war ja einer der „Sieger“ der Seifen­kistenrennen auf der Berlinghauser Landstraße und kann daher authentisch von die­sen, die ganze Drolshagener Bevölkerung begeisternden Rennen berichten. Als der WDR von seinen Aktivitäten erfuhr, sendete er sogar einen Bericht darüber in der „Lokalzeit Südwestfalen“ in diesem Sommer.

Heinz-Joachim Sack fand Dokumente über ein Heimatfest in Drolshagen, das trotz der sehr schlechten Zeit kurz nach der Währungsreform mit ihren eingeschränkten Möglichkeiten im Jahr 1949 begeistert von der gesamten Drolshagener Bevölkerung gefeiert wurde. Der gleiche Autor berichtet auch über ein aktuelles Projekt des Hei­matvereins und der Geschichtswerkstatt: „Rosen für die Rosestadt“ und er hat außerdem eine „Geschichte der Iseringhauser Kirche“ vom verstorbenen Lehrer Helmut Freitag in eine Form gebracht, damit sie hier veröffentlicht werden kann.

Zwei kleine Dorfchroniken aus Schürholz von Heinz Robert Fernholz und Gipperich von Heinz Schneider erzählen die Geschichte der dortigen Häuser und deren Besitzer, und auch an die abgedeckten Inschriften an einem Haus in Drolshagen wird von Peter Vitt erinnert, der zudem in zwei Beiträgen an in ihrer Zeit bekannte und beliebte Drolshagener Geistliche, Pater Wilhelm Kruse und Pater Aloys Lütticke, erinnert.

Michael Bieker berichtet über seinen Namensvetter Albert Bieker, der die jüdische Witwe seines Geschäftspartners in Gladbeck heiratete und deren Kinder adoptierte. Alle, bis auf 2 Söhne, wurden von den Nazis ermordet. Einer seiner adoptierten Söhne spielte eine Rolle bei der Veröffentlichung des „Tagebuchs der Anne Frank“. Derselbe Autor steuert außerdem einen großen Bericht über einen psychiatrischen Pa­tienten aus Schlade im 19. Jh. bei. Durch seine akribische Quellensuche erfahren wir, wie es den Kranken in der „Provinzial Irrenanstalt Marsberg“ erging. Die Psychiatrie hatte nur wenig therapeutische Mittel, um den geistig Erkrankten zu helfen – es fehlten wirksame Medikamente, die heute ein fast normales Leben mit einer Psychose ermöglichen. Biekers Berichte sind wertvolle Zeitzeugnisse.

Zudem sind die Inhaltsverzeichnisse aller bisher erschienen Jahreshefte noch einmal abgedruckt, um dem Interessierten die Themenvielfalt unserer Arbeit und Möglichkeiten des Nachschlagens aufzuzeigen.

Viel Vergnügen beim erneuten Blick in die Drolshagener Geschichte. Das 8. Jahresbuch kostet 10 Euro und ist erhältlich bei:

Buchhandlung „Am Markt“, Drolshagen

Restaurant Schürholz, Drolshagen

Getränke Reese, Berlinghausen

Haus Dumicketal, Dumicke

Haus Wigger, Hützemert

Gasthof Viedenz, Husten

und bei den Mitgliedern der Geschichtswerkstatt.

Schriftliche Bestellungen mit Zusendung per Post sind möglich unter:

info@heimatverein-drolshagen.de

Ein Hinweis für diejenigen, welche ihre Heimatbibliothek vervollständigen möchten: Einzelne Exemplare von früheren Jahresheften können bestellt werden unter info@heimatverein-drolshagen.de