Unter diesem Titel hat Heinz Joachim Sack ein 160-seitiges Buch verfasst, das durch eine Anregung in der Drolshagener Geschichtswerkstatt entstand. Neben der geschichtlichen Entwicklung werden auch die verschiedenen Bauphasen seit 1890 über 125 Jahre beleuchtet. Das Krankenhaus war während und nach den beiden Weltkriegen besonders belastet. Das belegen Aufzeichnungen und Abbildungen, die ebenso veröffentlicht werden wie etwa 120 Bilder aus der Historie sowie der Neuzeit.
Der Autor führt auch den Nachweis, dass die im St.-Gerhardus-Haus untergebrachten epileptisch Kranken im Jahre 1943 auf staatliche Anordnung nach Marsberg verbracht wurden, da ein Militärlazarett von Attendorn nach Drolshagen verlegt wurde. Aber auch die ebenfalls im Haus anwesenden anderen behinderten Menschen und jüdischen Mitbürger wurden vom Schwesternkonvent geschützt. Das belegt ein Meldebogen aus dem Jahre 1940, der an die Militärbehörde in Berlin gesendet werden musste.Untrennbar mit der Geschichte des Krankenhauses sind folgende Personen verbunden: Pfarrer und Dechant Gerhard Fischer, der seine Idee zum Bau trotz großer Widerstände durchsetzte und nach dem das Hospital auch benannt wurde. Schwester Mutter Maria Theresia Bonzel, mit verwandtschaftlichen Beziehungen zu Drolshagen, Oberin der Armen Franziskanerinnen, die 1895 entschied, dass das Krankenhaus in Drolshagen von den Schwestern übernommen und geführt wurde. Schwester Huberta, die „gute Seele“ des Hauses, die in Drolshagen unvergessen bleibt und der aufgrund ihrer großen Verdienste das Ehrenbürgerrecht der Stadt verliehen wurde. Auch der Hausgeistliche Pater Wilhelm Kruse bleibt allen in angenehmer Erinnerung. Über diese vier Personen wird ausführlich berichtet.
Aber auch die praktizierenden Ärzte mit Anstellungsverträgen finden Erwähnung. Ebenso die landwirtschaftlichen Helferinnen, wie Pauline Junker, die in dem großen Garten des Hauses unermüdlich arbeitete und für viele landwirtschaftliche Produkte verantwortlich zeichnete als da sind z.B. jährlich Hafer (7.250 Kilo), Milch (29.115 Liter), Eier (36.829) wie einer Aufstellung für den Reichsbeauftragten in Berlin aus dem Jahr 1938 zu entnehmen ist.Das Buch wird in etwa 6 Wochen erscheinen und kostet 10 €. Bestellungen können innerhalb der nächsten Woche unter joachim-drolshagen@web.de oder persönlich beim Autor vorgenommen werden. Gedruckt wird die Anzahl der Exemplare, die vorbestellt sind. Ein öffentlicher Verkauf findet nicht statt.