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Ab 2009 senkt die Bundesregierung die Einspeisevergütung für Solarstrom. Daher stellt sich die Frage: Bleibt die umweltfreundliche Technologie für private Haushalte noch interessant? Nie zuvor wurden in Deutschland so viele Photovoltaikanlagen errichtet wie in den letzten fünf Jahren. Grund dafür ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz von 2004. Dies schreibt fest, dass jede Kilowattstunde photovoltaisch erzeugten Stromes zu einem festen Tarif ins öffentliche Netz eingespeist werden kann.
Derzeit sind dies 46,75 Cent pro Kilowatt Solarstrom. Dies ist mehr als der Anlagenbetreiber selbst für Strom bezahlen muss. Dadurch soll die umweltfreundliche Technologie für breite Kreise finanziell attraktiv gemacht werden. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz garantiert den Betreibern von Photovoltaikanlagen eine feste Einspeisevergütung über 20 Jahre; dies bedeutet, wenn heute eine Anlage in Betrieb genommen wird, vergütet der Staat den ins Netz eingespeisten Strom 20 Jahre lang mit dem für 2008 geltenden Tarif. Für Dachanlagen bis 30 Kilowatt Spitzenleistung sind das zurzeit 46,75 Cent pro Kilowattstunde. Ab 2009 wird die Förderung jährlich um 8 % zurückgefahren. Das heißt: Bei einer Inbetriebnahme im Jahre 2009 werden nur noch 42,48 Cent pro Kilowattstunde gutgeschrieben. Viele Hauseigentümer sind verunsichert; lohnt sich eine PV-Anlage noch? Diese Frage hängt von einigen Faktoren ab:
- Neuanlagenbezuschussung
- Preisgestaltung bei den PV-Modulen
- Betriebszeit der PV-Anlage
- Inanspruchnahme von zinsgünstigen Förderkonditionen
Eine PV-Anlage für ein Einfamilienhaus kostet je nach Größe zwischen 20.000,00 € und 35.000,00 €. Aufgrund der derzeitigen Einspeisevergütung hat sich die Investition nach 10 bis 15 Jahren amortisiert. Danach liefert die Anlage noch mal bis zum 20. Jahr sauberen Strom zum Nulltarif. Das heißt, Solarstromproduzenten gehen derzeit anhand der Anlagenlaufzeit mit einem Plus aus dem abgeschlossenen Vertrag.
Einen großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage haben die örtlichen Gegebenheiten. Optimal ist eine Ausrichtung des Daches nach Süden. Für eine maximale Energieausbeute sollten die Zellen so aufgestellt werden, dass die Sonne im rechten Winkel darauf trifft. Die Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude sollte gering sein.
Um auch in Zukunft positive Ergebnisse aus einer PV-Anlage zu ziehen, rückt zunehmend die Betriebszeit der Anlage in den Vordergrund. Module mit 30 Jahren Lebensdauer sollten dabei keine Ausnahme mehr sein. Nimmt der Hauseigentümer überdies zinsgünstige Förderkredite in Anspruch, wird sich eine PV-Anlage auch in den nächsten Jahren noch lohnen.
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