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03.05.2010
Um den KfW-Standard zu erreichen, müssen Heiztechnik und energetische Qualität der Gebäudehülle genau aufeinander abgestimmt sein.
Der Begriff „KfW-Effizienzhaus“ steht für besonders energiesparende Häuser. Der Staat fördert ihren Bau mit attraktiven Darlehen.
Im Zusammenhang mit Energiesparhäusern findet man oft das Kürzel KfW. Insbesondere die Fertig- und Massivhaushersteller werben mit der Bezeichnung KfW-Effizienzhaus für Hausmodelle, die besonders wenig Energie zum Heizen und für die Warmwassererzeugung benötigen sollen. Tatsächlich verbirgt sich hinter der Bezeichnung ein staatliche verbürgter Standard für besonders energieeffiziente Wohnhäuser.
Neue Standards
Um Standards für die Förderwürdigkeit zu setzen, entwickelte die KfW Privatkundenbank die Bezeichnung KfW-Energiesparhaus als verlässliche Größe. Im April 2009 wurde das Energiesparhaus offiziell zum Effizienzhaus, und auch die Standards wurden neue definiert. Entscheidend für die Einstufung sind aber nach wie vor die Werte für den so genannten Transmissionswärmeverlust. Der Jahresprimärbedarf beziffert, wie viel Energie im Verlauf eines durchschnittlichen Jahres für Heizen, Warmwasserbereitung und (etwa bei Passivhäusern) für automatisch gesteuertes Lüften verbraucht wird. Der Transmissonswärmeverlust bezeichnet den messbaren Wärmeverlust durch Dach, Fenster, Türen, Außenwänden und Boden.
Die Förderung im Rahmen des ebenfalls im April 2009 neu geschaffenen KfW-Programms „Energieeffizient Bauen“ (Programm 153/154) unterscheidet zwei Standards:
KfW-Effizienzhaus 55
- Der Jahresprimärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust dürfen bei maximal 55 Prozent der nach der Energiesparverordnung 2007 zulässigen Werte liegen.
- Der Jahresprimärenergiebedarf darf 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter Gebäudenutzungsfläche nicht übersteigen.
- So genannte Passivhäuser, die ganz ohne Heizungs- und Klimaanlage auskommen, werden in dieser Variante gefördert, wenn ihr Jahresprimärenergiebedarf bei maximal 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche und ihr Jahresheizwärmebedarf bei maximal 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche liegt.
KfW-Effizienzhaus 70
- Jahresprimärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust dürfen bei dieser Effizienzhausvariante bei maximal 70 Prozent der nach der Energieeinsparverordnung 2007 zulässigen Werte liegen.
- Der Jahresprimärenergiebedarf darf 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter Gebäudenutzungsfläche nicht übersteigen.
Förderungen
Die KfW belohnt den finanziellen und bautechnischen Mehraufwand bei KfW-Häusern mit zinsgünstigen Baudarlehen auf 100 Prozent der Baukosten (ohne Grundstück) bis zu einem Gesamtbetrag von 50.000 Euro pro Wohneinheit. Mehr Infos zur Förderungen finden Sie unter www.bhw.de oder www.kfw-foerderbank.de
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