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31.03.2010
Die Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser in NRW (LAG) hat sich zum Ziel gesetzt, eine bedarfsgerechte, gesicherte Finanzierung aus einer Hand für alle Frauenhäuser zu erreichen. Dafür braucht sie Unterstützung. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Drolshagen bietet hier eine Unterschriftsliste als download an. Diese Liste muss ausgefüllt bis zum 30.04.2010 an die "Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW", Postfach 500349, 44203 Dortmund gesendet werden.
Die derzeitige Finanzierungsform führt dazu, dass die einzelnen Häuser ungleich und aus verschiedenen "Töpfen" finanziert werden. Darüber hinaus werden bestimmte Gruppen von Frauen durch gesetzliche Vorgaben ausgeschlossen.
Für die betroffenen Frauen und Kinder bedeutet das:- Eine flächendeckende Vorhaltung von bedarfsgerechten Frauenhausplätzen ist nicht gegeben. (In NRW kann jährlich 5000 Aufnahmegesuchen nicht entsprochen werden)
- Eine niedrigschwellige, unbürokratische Aufnahme und zeitnahe Krisenintervention Tag und Nacht ist nicht gewährleistet.
- Es gibt keinen freien Zugang für alle von Gewalt betroffenen Frauen. Frauen ohne Sozialleistungsanspruch haben in vielen Regionen keinen Anspruch auf einen Frauenhausaufenthalt. Hiervon sind Auszubildende, Studentinnen, Frauen aus den EU - Beitrittsländern, Migrantinnen mit Wohnsitznahmebeschränkung und Frauen mit prekärem Aufenthaltsstatus vorrangig betroffen.
- Frauen mit eigenem Einkommen droht Verschuldung und Abhängigkeit von Sozialleistungen.
Die bestehende Finanzierungsform bedeutet für die Frauenhäuser einen unverhältnismäßig hohen bürokratischen Aufwand. Zusätzlich müssen Stiftungs- und Spendengelder akquiriert werden. Die Frauenhäuser werden auf niedrigstem Niveau finanziert, während die Anforderungen und der zu erfüllende Leistungskatalog stetig wachsen.
Ziel der Kampagne ist es, dass alle von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder jederzeit unbürokratisch Zuflucht und Unterstützung in einem Frauenhaus finden können. Schutz, Unterkunft und qualifizierte Unterstützung müssen kostenlos und bedarfsgerecht zur Verfügung stehen.
Die landesweite Kampagne, die sich zeitlich an der anstehenden Landtagswahl 2010 orientiert, wird auf die problematische finanzielle Situation der Frauenhäuser aufmerksam machen. Insbesondere die Politik, aber auch die Fachöffentlichkeit sowie die allgemeine Öffentlichkeit sollen sensibilisiert und mobilisiert werden. Sie werden aufgefordert, sich für die finanzielle Absicherung der Frauenhäuser einzusetzen und sich mit den Forderungen der Kampagne solidarisch zu erklären.
Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Drolshagen bittet interessierte Personen darum, diese Liste auszudrucken und in Geschäften etc. auszulegen. Gerne können die Listen bis zum 28.04.2010 auch im Rathaus oder Bürgerbüro Drolshagen adressiert an -Gleichstellungsbeauftragte- abgegeben werden.
Download:
Unterschriftenliste
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