Sie befinden sich hier: Tourist Info & Veranstaltung >> Sehenswürdigkeiten >> Altes Kloster
Altes Kloster
Im Jahr 1235 schenkten Graf Heinrich III. von Sayn und seine Gemahlin Mechthildis von Landsberg den Zisterzienserinnen zur Gründung eines Klosters in Drolshagen den dafür notwendigen Grundbesitz. Dazu gehörten ein Amtshof neben dem Dorf, neun weitere Höfe mit allem Zubehör, Mühle, Küsterei mit Grundeigentum und weitere Pfründe.

Die Stadt erwarb das im Jahr 1844 noch nicht abgerissene und zu dieser Zeit intakte Klostergebäude für 4.250 Taler. Man nutzte die Räume als Schule für 120 Kinder, hinzu kam eine Wohnung für den Lehrer und eine für den Vikar. Hierfür mussten noch einmal 2.000 Taler investiert werden.
Von dem Kloster zeugt heute nur noch ein vermutlich 1679 errichteter Gebäudeflügel. Die Vermutung zu diesem Baujahr stützt sich auf einen im Oktober 1987 gefundenen Sandstein, heute eingelassen im Eingangsflur des Erdgeschosses; die Klosterkirche selbst und alle anderen Baulichkeiten fielen dem Abbruch zum Opfer.
Im Jahre 1975, dem Jahr des Europäischen Denkmalschutzes, begannen die Restaurierungsarbeiten dieses vom Abbruch verschonten Gebäudes. Mit finanzieller Unterstützung des Landes und des Kreises Olpe hat die Stadt Drolshagen 1982 den mächtigen Gewölbekeller für Zwecke der Erwachsenenbildung und für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen fertiggestellt. Dies war der erste Schritt zu neuer Nutzung des Gebäudes.
Im Frühjahr 1987 ging man schließlich daran, die oberen Etagen des Alten Klosters mit Förderung von Bund und Land zu einer öffentlichen Begegnungsstätte auszubauen. Das Gebäude wurde während einer fast zweijährigen Bauphase grundlegend restauriert. Dabei wurde größter Wert darauf gelegt, dass das aus dem 17. Jahrhundert stammende Gebäude in seinem architektonischen Gesamtcharakter erhalten blieb. Neben Verwaltungsräumen für den Fachbereich Planen, Bauen, Wohnen der Stadtverwaltung Drolshagen und der Gleichstellungsstelle findet der Kulturinteressierte heute dort Räume der städtischen Musikschule, den Gewölbekeller mit vielfältiger Nutzung, z. B. für Kunstausstellungen sowie einen Musiksaal im Dachgeschoss.
Standort im Stadtplan