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Titelbild Leben-Wohnen

Trigonometrischer Punkt, Schlade

Denkmal-Nr.: 48

Art des Denkmals: Baudenkmal

Tag der Eintragung: 10.12.1997 

Beschreibung:

Trigonometrische Punkte gehören allgemein zu einem Netz von Festpunkten mittels derer ein größerer Teil der Erdoberfläche, z. B. ein Land, vermessen wird. Das Festpunktfeld besteht aus einer großen Anzahl von Boden- und Hochpunkten. Die Bodenpunkte werden durch Steinpfeiler vermarkt, wobei eine darunter liegende Platte zur Sicherung dient. Die Hochpunkte sind beispielsweise Kirchturmspitzen oder Fahnenstangen auf Aussichtstürmen.

Die Koordination dieser Festpunkte wird in einem rechtwinkligen Koordinationssystem festgelegt. Zunächst wählt man Punkte in einer Entfernung von 30 bis 50 km, die möglichst Dreiecke bilden und wegen der notwendigen gegenseitigen Sicht in erster Linie auf beherrschenden Geländehöhen liegen. Dies sind trigonometrische Punkte der I. Ordnung.

Das Dreiecksnetz I. Ordnung bildet den Rahmen für alle folgenden Messungen. Es wird durch die Netze II. Ordnung mit Seitenlängen von 10 bis 20 km, III. Ordnung (3 bis 10 km) und IV. Ordnung (1 bis 3 km) verdichtet.

Trigonometrische Punkte sind bedeutend für die Geschichte des Menschen, weil sie anschaulich die Geschichte der Kartographie in Westfalen im 19. Jahrhundert dokumentieren.

Für die Erhaltung und Nutzung sind wissenschaftliche, die Vermessungsgeschichte betreffende Gründe zu benennen.

Hierbei handelt es sich um den historisch trigonometrischen Punkt "Schladermark" mit der Kurzbezeichnung "Steinpfeiler mit Tonnenkopf", dessen Gauß-Krüger-Koordinaten 3 409800 / 5 658910 lauten.