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Titelbild Leben-Wohnen

Altes Kloster, Drolshagen

Denkmal-Nr.: 2

Art des Denkmals: Baudenkmal

Tag der Eintragung: 12.08.1983

Anschrift: Dechant-Fischer-Straße 7, Drolshagen 

Beschreibung: 

Im Jahr 1235 schenkten Graf Heinrich III. von Sayn und seine Gemahlin Mechthildis von Landsberg den Zisterzienserinnen zur Gründung eines Klosters in Drolshagen den dafür notwendigen Grundbesitz. Dazu gehörten ein Amtshof neben dem Dorf, neun weitere Höfe mit allem Zubehör, Mühle, Küsterei mit Grundeigentum und weitere Pfründe.

Durch die im Jahre 1803 stattfindende Säkularisation (Einziehung des kirchlichen Besitzes und Wiedergabe in weltliche Hände) wurde das Kloster aufgelöst und an einen Drolshagener Bürger verkauft.

Die Stadt Drolshagen erwarb im Jahre 1844 das zu dieser Zeit noch intakte Klostergebäude und nutzte es zu Schul- und Wohnzwecken.

In den Jahren 1976 bis 1978 erfolgte die komplette Restaurierung der Außenhaut des Gebäudes. An der Westseite wurde im Jahre 1978 ein Raum für das städtische Verkehrsamt eingerichtet. Im Gewölbekeller wurden in den Jahren 1980 bis 1981 Räumlichkeiten hergerichtet und restauriert, welche im besonderen Maße für städtische Veranstaltungen und von der Volkshochschule genutzt werden. Im Frühjahr 1987 ging man schließlich daran, die oberen Etagen des Alten Klosters zu einer öffentlichen Begegnungsstätte auszubauen.

Das Gebäude wurde während einer fast zweijährigen Bauphase grundlegend restauriert. Dabei wurde größter Wert darauf gelegt, dass das aus dem 17. Jahrhundert stammende Gebäude in seinem architektonischen Gesamtcharakter erhalten blieb. Neben Verwaltungsräumen der Stadt Drolshagen sind hier nun Räume der städtischen Musikschule untergebracht. Der Gewölbekeller steht für vielfältige Zwecke, z. B. Kunstausstellungen, zur Verfügung. Weiterhin befindet sich ein Musiksaal im Dachgeschoss des Gebäudes.

Wie bereits beschrieben, ist der erhaltengebliebene Teil des Haupttraktes des Zisterzienserinnenklosters aus dem 17. Jahrhundert eng mit der Geschichte des Kirchspiels und der Stadt verknüpft. Der stattliche zweigeschossige, traufenständige Bau hat ein schiefergedecktes Krüppelwalmdach.

Die Traufenseiten bestehen aus Bruchstein und sind verputzt, während die Giebelseiten im Fachwerkstil mit schwarzen Balken und weißen Ausfachungen hergestellt sind. An der Westseite befindet sich eine zweiläufige, geschwungene Freitreppe mit Kellerhals. Charakteristisch sind ferner die Sprossenfenster und Holztüren.