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23.09.2017

Interkommunaler Gewerbepark Hüppcherhammer kann wachsen

Die Kreisstadt Olpe erwirbt von der Katholischen Kirchengemeinde St. Martinus für die Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebietes Hüppcherhammer insgesamt 131.000 qm. Dafür erhält die Kirchengemeinde sowohl von der Kreisstadt Olpe als auch von der Stadt Drolshagen entsprechende Ausgleichsflächen.

Dieser Grundstückserwerb für das Interkommunale Gewerbegebiet beendet einen Verhandlungsmarathon in zwei Akten. Eine erste Fläche konnte die Stadt bereits vor Jahren erwerben. Für die Realisierung des ersten Bauabschnitts des Gewerbegebietes hatte die Kirchengemeinde bereits große Flächen veräußert. Die Vermarktung der aktuell baureifen Flächen ist fast abgeschlossen. Eine Erweiterung war von Beginn an geplant. Doch die Grundstücksverhandlungen zogen sich über Jahre hin.

Die Verhandlungskommissionen aus Rathaus und Kirchenvorstand haben in intensiven Gesprächen Lösungen finden müssen, die den Interessen der Kreisstadt, der interkommunalen Gesellschaft sowie der Pfarrei entsprechen. Verhandlungsführer für die Kirche war der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes Wolfgang Hesse, dazu kam in der gesamten Zeit Architekt und Vorstandsmitglied Michael Ohm. Auf der Seite der Kreisstadt wechselten die Akteure vollständig, da Klaus-Dieter Scholemann und Bernd Knaebel zwischenzeitlich aus dem aktiven Dienst ausschieden. Winfried Quast und Petra Nies übernahmen mit vielen Detailkenntnissen und Engagement deren Aufgabe. Für die Kirche wurde Eduard Köster vor zwei Jahren als Nachfolger für den aus dem Vorstand ausgeschiedenen Paul Harnischmacher berufen.

„Seit Jahrhunderten verkauft die Kirchengemeinde weder Grund noch Boden. Wir bevorzugen den Tausch“, so Wolfgang Hesse. Und daran wären die Gespräche fast gescheitert. Denn die Kreisstadt Olpe konnte keine Flächen in ausreichender Größe zur Verfügung stellen. So kam der Stadt Drolshagen eine zentrale Bedeutung zu. Als Gesellschafter an der „Interkommunalen Gewerbepark Hüppcherhammer GmbH“ konnten Bürgermeister Ulrich Berghof und Kämmerer Rainer Lange einen Lösungsvorschlag unterbreiten. Dem hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Drolshagen am 21. September zugestimmt. Die zuständigen Gremien der Kreisstadt waren mit dem Kauf bereits zuvor beschäftigt. Auch der Kirchenvorstand stimmte der Vereinbarung zu. Hier fehlt noch die Genehmigung des Erzbischöflichen Generalvikariates in Paderborn. Dort muss der notariell beglaubigte Vertrag vorgelegt werden.

Bürgermeister Peter Weber und Pfarrer Clemens Steiling freuten sich anlässlich der letzten Gesprächsrunde, an dem auch der Bürgermeister der Stadt Drolshagen, Herr Ulrich Berghof und der Kämmerer Rainer Lange teilnahmen, über die gute und für die Stadt Olpe fruchtbare Zusammenarbeit. „Stadt und Kirche haben das Gemeinwohl im Blick“, so Weber. Pfarrer Steiling ergänzt, dass die Kirche nur dann Kirche ist, wenn sie Präsenz zeige im Sinne einer hilfreichen Diakonie und spürbaren Caritas. Allen Kirchenvertretern gemeinsam war die Erleichterung über den Abschluss der Verhandlungen, die längere Zeit von großer öffentlicher Aufmerksamkeit begleitet wurde.

Sozusagen als Nebengeschäft konnte die Kreisstadt Olpe ca. 8.500qm im Bereich der Rüblinghauser Drift erwerben. Hier könnten in einigen Jahren bis zu 20 Baugrundstücke entstehen.

Stellten sich im Olper Rathaus anlässlich der letzten Verhandlungsrunde in großer Besetzung zum Erinnerungsfoto auf:

Von links: Michael Ohm und Eduard Köster von der Kirchengemeinde St. Martinus, Petra Nies und Winfried Quast von der Stadtverwaltung Olpe, Rainer Lange und Bürgermeister Ulrich Berghof von Drolshagen, Bürgermeister Peter Weber Olpe und Pfarrer Clemens Steiling.